Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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Titel: Monitoring der Praevalenz von Schilddruesenerkrankungen in der Erwachsenenbevoelkerung nach Erreichen einer ausreichenden Jodzufuhr
Beschreibung (dt.): Monitoring der Praevalenz von Schilddruesenerkrankungen in der Erwachsenenbevoelkerung nach Erreichen einer ausreichenden Jodzufuhr
Ergebnis (dt.): In der ersten Kohorte der Study of Health in Pomerania (SHIP-0) wurde eine hohe Prävalenz jodmangelbedingter Schilddrüsenerkrankungen detektiert. Zwischen September 2008 und September 2012 wurde eine zweite populations-basierte Studie etabliert (SHIP-TREND). Ziel von SHIP-TREND war zu überprüfen, inwieweit sich die Häufigkeit jodmangelbedingter Schilddrüsenerkrankungen in Vorpommern unter den Bedingungen einer verbesserten Jodversorgung verändert hat.Die relative Häufigkeit von diagnostizierten Schilddrüsenerkrankungen stieg von 7,6% in SHIP-0 auf 18,3% in SHIP-TREND. Ebenfalls stieg die relative Häufigkeit der Schilddrüsenmedikation von 6.2% auf 10.4%. Die mediane Jodurie war mit 113 µg/L in SHIP-TREND um 8,9% niedriger als in SHIP-0. Die Häufigkeit der Struma sank von 36,4% in SHIP-0 auf 30,5% in SHIP-TREND. Das mediane TSH stieg von 0,68 mIU/L in SHIP-0 auf 1,18 mIU/L in SHIP-TREND. Die Häufigkeit der Hyperthreose fiel von 7.9% auf 1.6% und die Häufigkeit der Hypothyrose stieg von 3.0% auf 14.4%. Die Häufigkeit erhöhter Anti-TPO-Antikörper blieb zwischen SHIP-0 und SHIP-TREND konstant. Trotz der ausreichenden Jodversorgung in Vorpommern über die letzten 10 Jahre hat die Häufigkeit diagnostizierter Schilddrüsenerkrankungen sowie die Häufigkeit der Einnahme von Schilddrüsenmedikation zwischen SHIP-0 und SHIP-TREND zugenommen. Dieses könnte auf eine bessere ärztliche Versorgung bzw. auf eine gestiegene Sensitivität bezüglich Schilddrüsenerkrankungen in Vorpommern hindeuten. Insgesamt lässt sich ein Rückgang jodmangelbedingter Schilddrüsenerkrankungen (Hyperthyreosen und Strumen) bei konstant bleibender Häufigkeit jodinduzierter Autoimmunerkrankungen und einem moderaten Anstieg von Hypothyreosen zwischen SHIP-0 und SHIP-TREND nachweisen. Im Gegensatz hierzu stieg die Häufigkeit diagnostizierter Schilddrüsenerkrankungen. Insbesondere das Mehr an Schilddrüsenmedikation bedarf weiterer Studien.
Ergebnis (engl.): The prevalence of thyroid disorders related to iodine deficiency was high in the first cohort of
the Study of Health in Pomerania (SHIP-0, 1997 - 2001). Between September 2008 and
September 2012 a second population-based cohort was established (SHIP-TREND). The aim
of SHIP-TREND was to determine whether the prevalence of thyroid disorders related to
iodine deficiency has been declined during the last 11 years. The prevalence of diagnosed thyroid disorders increased from 7.6% in SHIP-0 to 18.3% in SHIP-TREND. Likewise, the prevalence of thyroid medication increased from 6.2% to 10.4%. Median iodine excretion levels were 8.9% lower in SHIP-TREND (113 ?g/L) than in SHIP-0 (124 ?g/L). The preva-lence of goiter decreased from 36.4% in SHIP-0 to 30.5% in SHIP-TREND. Serum TSH lev-els increased in median from 0.68 mIU/L in SHIP-0 to 1.18 mIU/L in SHIP-TREND. Conse-quently, the prevalence of hyperthyroidism declined from 7.9% to 1.6% and the prevalence of hypothyroidism increased from 3.0% to 14.4%. The prevalence of increased anti-TPO anti-bodies remained constant. Despite the sufficient iodine supply in Western Pomerania over the last decade, there is an increase in the frequencies of diagnosed thyroid disorders and intake of thyroid medication between SHIP-0 and SHIP-TREND. This might be explained by an improved patient-centered care and an improved sensitivity regarding thyroid disorders within Western Pomerania. There is a decline in thyroid disorders related to iodine deficiency (hy-perthyroidism and goiter) between SHIP-0 and SHIP-TREND, while the frequency of iodine-induced autoimmune disorders did not change and the frequency of hypothyroidism moder-ately increased. This argues for a currently sufficient iodine supply in the general adult popu-lation of West Pomerania.
Laufzeit: Beginn: 01.01.2008 / Ende: 31.12.2012
Ausf. Einrichtung: Universitätsmedizin Greifswald - Institut für Community Medicine, Greifswald
Förderprogramme: Entscheidungshilfebedarf
Förderkennzeichen: 2807HS003
Dokument zum Download: 07HS003.pdf (1,4 MB)

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