Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)
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| Titel: | Allergie- und Sensibilisierungsmonitoring im Rahmen der nationalen Gesundheitssurveys des Robert Koch-Instituts zur Einschätzung der Allergiegefährdung der erwachsenen Bevölkerung |
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| Beschreibung (dt.): | Durchführung eines systematischen 'Allergie- und Sensibilisierungsmonitorings' bei erwachsenen Personen in Deutschland. Ermittlung von statistisch repräsentativen Daten zur Sensibilisierung gegenüber Allergenen, die unter dem Aspekt der Nahrungsmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes von Belang sind. Durch die Ankopplung an den nationalen Gesundheitssurvey 2008 können in einem Zeitraum von drei Jahren an 180 bundesweit verteilten Sample Points insgesamt 7500 erwachsene Personen auf 26 ausgewählte allergenspezifische IgE mit dem ImmunoCAP-Verfahren untersucht werden. Außerdem werden Daten zu allergischen Symptomen und Erkrankungen sowie zu potentiellen Risikofaktoren ermittelt. Zwischenauswertungen können im Jahresturnus vorgelegt werden. Die Endergebnisse werden im Jahr 2012 vorliegen. Sie beinhalten die Ermittlung der Sensibilisierungsprävalenzen nach Alter und Geschlecht unter Beachtung regionaler und jahreszeitlicher Unterschiede, die Analyse von Sensibilisierungsmustern, Co- und Kreuzreaktivitäten und von Zusammenhängen zwischen Sensibilisierungen und der Manifestation allergischer Erkrankungen. Die Studie dient als Baustein für den Aktionsplan Allergien des BMELV. |
| Ergebnis (dt.): | Zur Ermittlung aktueller Daten zur Prävalenz allergischer Sensibilisierungen wurde im Rahmen der ersten Welle der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) ein bundes-weiten Allergie- und Sensibilisierungsmonitorings durchgeführt. An einer bundesweiten repräsentativen Stichprobe der 18- bis 79-Jährigen Wohnbevölkerung wurden Blutproben auf spezifische IgE-Antikörper gegen 50 verbreitete Einzelallergene untersucht sowie zwei Suchtests mit jeweils einer Mischung aus Inhalationsallergenen (SX1) und Gräserpollen (GX1) durchgeführt. Fast die Hälfte der 7.025 Teilnehmer (48,6%) wies mindestens eine Sensibilisierung auf. Mehr Männer als Frauen waren gegen mindestens ein Allergen sensibilisiert. Zudem waren mehr jüngere als ältere Teilnehmer und mehr Personen mit höherem als mit niedrigem Sozialstatus sensibilisiert. Ein Viertel der Teilnehmer (25,5%) wies eine Sensibilisierung gegen Nahrungsmittelallergene auf, wobei häufig gleichzeitig Sensibilisierungen gegen andere Allergene bestanden. Teilweise wurde dies auf Kreuzreaktionen zwischen Bet v1 (Hauptallergen der Birke) und Bet v1-homologen Nahrungsmittelallergene zurückgeführt. Gegen Insektengifte waren 22,6% der Teilnehmer sensibilisiert und gegen Gräser- und Baumpollen jeweils fast 20%. Unter den Teilnehmern, die gegen Kräuterpollen sensibilisiert waren (11,2%), waren Zweidrittel sowohl gegen Beifuß als auch gegen Ambrosia sensibilisiert. Dies deutet auf Kreuzreaktionen hin. Die Prävalenz der Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben lag bei 15,9%, während 10% der Teilnehmer gegen Tierepithelien sensibilisiert waren. Seltener waren Sensibilisierungen gegen Schimmelpilzallergene (4,6%) und gegen Latex (4,4%). Im Vergleich zum BGS98 nahm die Prävalenz einer Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene in DEGS1 statistisch signifikant von 29,8% auf 33,6% zu. Dieser Trend war jedoch nur bei Frauen signifikant. Um differenzierte Analysen zu zeitlichen Trends und zu Kohorteneffekten in der Verbreitung von allergischen Sensibilisierungen in der deutschen Bevölkerung vornehmen zu können, sind periodisch wiederkehrende Bestimmungen IgE-spezifischer Antikörper unter Einbezug relevanter rekombinanter Allergene im Rahmen bundesweiter Untersuchungssurveys notwendig. |
| Ergebnis (engl.): | To assess data on the prevalence of allergic sensitization, a nationwide systematic monitoring of allergies and allergic sensitizations was conducted within the first wave of the “German Health Interview and Examination Survey for Adults 2008-2011” (DEGS1). Blood samples from a population based sample of 7.025 participants aged 18 to79 years were analysed for specific IgE antibodies against 50 common single allergens and screened for common aeroallergens (SX1) and grass pollen (GX1). Almost half (48.6%) of the 18 to 79 year-olds were sensitized to at least one allergen. Overall, men were more frequently sensitized to at least one allergen than women. Sensitizations to at least one allergen were more common among younger compared to older persons and among persons with higher socio-economic status compared to those with lower socio-economic status. The prevalence of sensitization to common aeroallergens was 33.6%. Overall one quarter (25.5%) of the men and women were sensitized to food allergens. A high proportion of persons with sensitizations to food allergens were also sensitized to other allergens. In part, these co-sensitizations could be explained by cross- reactivity between bet v1 (major allergen of birch pollen) and bet v1 homologues in food. 22.6% of the men and women were sensitized to wasp or bee venom. Almost one fifth of the participants were sensitized to tree as well as to grass pollen and 11.2% were sensitized to weed pollen. The prevalence of sensitization to house dust mite was 15.9%, whereas 10% of the participants were sensitized to animal allergens. Sensitizations to mould fungus and latex were less common: the prevalence of sensitization to mould fungus was 4.6% and to latex 4.4%. Compared with the German National Health Interview and Examination Survey 1998 (GNHIES98) the prevalence of sensitization to common aeroallergens increased from 29.8% to 33.6%. This increase was statistically significant only in women. The results of DEGS1 showed a high prevalence of allergic sensitization. A significant increase of the prevalence of sensitization to aeroallergens compared to GNHIES98 was shown in women. A continuation of the nationwide and systematic monitoring of allergic sensitization including relevant recombinant allergens is of major importance to determine time trends of allergic sensitization and risk factors as well as factors protective of allergic sensitization. This information is needed to plan specific prevention and intervention programs. |
| Laufzeit: | Beginn: 01.10.2008 / Ende: 15.07.2012 |
| Ausf. Einrichtung: | Robert Koch-Institut (RKI) - Abt. Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Berlin |
| Themenfelder: | Gesundheitlicher Verbraucherschutz, health-related consumer protection |
| Förderprogramme: | Entscheidungshilfebedarf |
| Schlagworte: | Humanernährung, human nutrition, Gesundheitlicher Verbraucherschutz, health-related consumer protection, Prävention, Prevention, Ernährung, nutrition, Allergie/Unverträglichkeitsreaktion, allergy/incompatibility response, Allergene, allergens |
| Förderkennzeichen: | 2808HS015 |
| Dokument zum Download: | 09HS021.pdf (2,2 MB) 09HS021_Stellungnahme.pdf (366,2 KB) 08HS015.pdf (1,5 MB) |
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