Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projekte in den Förderprogrammen des BMEL, betreut durch den Projektträger BLE (ptble)

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Titel: Verbundprojekt: Genomische Indikatoren für Ebergeruch, Fruchtbarkeit und Robustheit in Landrasse- und Edelschweinpopulationen - Teilprojekt 1
Titel (englisch): Collaborative project: Genomic indicators for boar taint, fertility and robustness in Landrace- and Large White populations - subproject 1
Beschreibung (dt.): Ab dem Jahr 2019 ist die operative Kastration ohne Narkose von männlichen Ferkeln in Deutschland nicht mehr erlaubt. Im Rahmen des Projektes soll der genetische Hintergrund der Stoffwechselwege für Androstenon und Skatol in den Schweinezuchtpopulationen Landrasse (LR) und Edelschwein (LW) aufgeklärt werden. Dabei sollen insbesondere Gene mit übergreifender Wirkung auf Fruchtbarkeit / Robustheit identifiziert werden, um Strategien einer balancierten Züchtung gegen Ebergeruch in Mutterlinien zu entwickeln. Insgesamt sollen in Form von drei Teilprojekten folgende Aspekte untersucht werden: a) Identifikation von genomischen SNP-Markern mit Auswirkungen auf Ebergeruch und Fruchtbarkeit /Robustheit in den Rassen LR und LW. b)Entwicklung von genomischen Selektionswerkzeugen für eine balancierte merkmalsübergreifende Selektion unter Berücksichtigung der Merkmale Ebergeruch sowie Fruchtbarkeit / Robustheit. c)Analyse der (Ko-)Variabilität von Hormonprofilen zur Beurteilung der Beziehung zwischen Ebergeruch sowie Fruchtbarkeit / Robustheit. Dabei sollen die Hormonprofile (u.a. Östrogen und Cortisol) als Biomarker für das Wohlbefinden von heranwachsenden Schweinen bewertet werden. In Rahmen des Projektes sollen die Leitkomponenten des Ebergeruchs im Rückenspeck von ca. 4000, nicht kastrierten Ebern sowie Steroidhormone- und Cortisol-Konzentrationen im Blut von 500 Ebern und 500 Sauen zwei Jahre lang erfasst werden. Alle Versuchstiere und deren Eltern sollen mittels SNP-Chips genotypisiert werden. Die Schweine stammen aus den Mitgliedsorganisationen des FBFs und reflektieren damit den Großteil der in Deutschland kommerziell gehaltenen Schweine der Linien LR und LW. Mittels komplexer statistischer Werkzeuge sollen die erhobenen Marker-Informationen in Beziehung zu den Phänotypen gesetzt werden. Damit sollen die biologischen und genetischen Zusammenhänge der Merkmale des Ebergeruchs, der Fruchtbarkeit sowie des Stressbewältigungs-Potentials aufgeklärt werden.
Beschreibung (engl.): In Germany, as from 2019 surgical castration of male piglets without anesthesia is banned. The main objective of the applied project is to clarify the genetic background of pathways of the expression of androstenone and skatole within the pig breeds Landrace (LR) and Large White (LW). Furthermore, the project aims on the identification on QTLs which have a comprehensive effect on boar taint, fertility, and robustness in dam lines. The results should be used to evaluate strategies and tools for the implementation of a balanced breeding program. The project can by separated into three parts: a)Identification of genomic SNP marker which have an impact on boar taint and fertility / robustness in LR and LW breeds, b)Evaluation of genomic tools which simultaneously balance selection against boar taint and fertility /robustness, c)Characterization of the genetic (co-)variability of hormone profiles which can be used to assess the relationship between boar taint and fertility / robustness. In this context the potential of hormone profiles of steroids and cortisol as bio-indicators for well-being of growing pigs should be evaluated. Within a two year period, the main components of boar taint stored in the back fat of 4000 entire boars and blood steroid hormones as well as cortisol concentration of 500 boars and 500 sows will be recorded. In addition all tested pigs and their parents should be genotyped. All tested animals belong to various FBF member organizations. These pigs reflect to a large extent all LW and LR pig lines owned by the pig breeding companies in Germany. Based on complex statistic tools, genomic markers should be correlated to the phenotypic information. In this context, the biological and genetic relationships between boar taint, fertility along with ability to cope with stressors should be quantified and clarified.
Ergebnis (dt.): "Ziel des Projektes war die züchterische Verbesserung des Merkmals Ebergeruch in Schweinelinien unter Berücksichtigung der Fruchtbarkeit und Robustheit.
Mithilfe quantitativ-genetischer Analysen wurde die genetische Fundierung des Ebergeruchs sowie Merkmale der mater- und paternalen Fruchtbarkeit geschätzt. Die genetischen Korrelationen zwischen diesen Merkmalskomplexen suggerieren, dass bei der Selektion gegen Ebergeruch kaum unerwünschte genetische Effekte auf produktionsrelevante Fruchtbarkeitsmerkmale zu erwarten sind. Mittels GWAS konnten QTL-Regionen gefunden werden, die an der Regulation des Ebergeruchs oder der Fruchtbarkeitshormone beteiligt sind. Diese QTL waren populationsspezifisch ausgeprägt. Eine pleiotrope Beeinflussung der Fruchtbarkeit, Robustheit und des Ebergeruchs konnte nicht nachgewiesen werden.
Fazit: Die genomische Selektion zur Reduktion von geruchsbelastenden Eber-Schlachtkörpern kann ohne besondere Berücksichtigung von fruchtbarkeitsregulierenden Genen erfolgen."
Ergebnis (engl.): "The aim of the project was the genetic improvement of boar taint in porcine dam lines under consideration of fertility and robustness.
Based on quantitative genetic analyses the genetic foundation of boar taint as well as maternal and paternal fertility was estimated. The genetic correlations of these trait complexes have suggested that negative consequences on economically relevant fertility traits due to selection against boar taint can hardly be expected.
Using GWAS QTL-regions have been identified that are involved in the regulation of boar taint or fertility hormones. These QTL were mainly population specific. Pleiotropic effects for fertility, robustness, and boar taint have not been identified.
Conclusion: Reduction of odorous carcasses in dam lines by genomic selection is possible without specific attention of fertility-regulating genes."
Laufzeit: Beginn: 01.09.2016 / Ende: 31.08.2020
Ausf. Einrichtung: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn - Landwirtschaftliche Fakultät - Institut für Tierwissenschaften - Abt. Haustiergenetik, Bonn
Themenfelder: Tierzucht, animal breeding
Förderprogramme: Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
Schlagworte: Tiergesundheit, animal health, Tierschutz, Tierwohl, animal welfare, Prävention, Prevention, Schweine, pigs, Indikatoren, indicators
Stichpunkte: Ebergeruch
Förderkennzeichen: 2817904115
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oder E-Mail an
innovation@ble.de

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