Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)
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| Titel: | Verbundprojekt: Entwicklung holistischer Formulierungsverfahren für den biologischen Pflanzenschutz von Beerenobst (HOPE) - Teilprojekt F |
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| Titel (englisch): | Collaborative project: Development of holistic formulation techniques for biological plant protection of berry fruits (HOPE) - subproject F |
| Akronym: | HOPE |
| Beschreibung (dt.): | In den letzten Jahren sind Schadinsekten im Heidelbeeranbau zunehmend zu einem ernsthaften, ökonomischen Problem mit Millionenschäden für die Anbauer geworden. Oberirdisch schädigt besonders die sog. 'Kirschessigfliege' Drosophila suzukii, die ihre Eier in die reifen Früchte legt. Diese sind dann, gut vor chemischen Insektiziden geschützt, Brutstätte einer neuen Fliegengeneration und für den Handel unbrauchbar. Im Boden führen die Larven des gefurchten Dickmaulrüsslers und der sog. 'Engerlinge' durch ihren Fraß an den Wurzeln zum Absterben ganzer Heidelbeerreihen. Diese müssen dann kostenintensiv durch Jungpflanzen ersetzt werden, die zudem erst in 10 Jahren einen stabilen Ertrag liefern. Durch den Wegfall vieler chemischer Insektizide und den Wunsch des Marktes nach rückstandsfreier Ware verknappen sich die Kontrollmöglichkeiten der Insekten zusehends. Wirksame biologische Präparate sind in ihrer Anwendung oft unzuverlässig, teuer und zeitaufwendig. Kürzlich wurden neue Virenstämme spezifisch gegen D. suzukii isoliert, die eine Kontrolle aussichtsreich erscheinen lassen. Jedoch büßen die Viren unformuliert bereits nach kurzer Zeit ihre Wirksamkeit ein. Zudem bedarf es eines angepassten Applikationsverfahrens, um die Viren auf die Pflanzen aufzubringen und die Wirkung im Darm des Insektes gewährleisten zu können. Zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüsslers und von Engerlingen im Boden ist eine maßgeschneiderte Attract-and-Kill Strategie basierend auf einem neuartigen Granulat, erfolgsversprechend. Die Larven werden im Boden von einer geeignete Lockkomponente angelockt und dann durch eine Kill-Komponente, einem insektenpathogenen Pilz, sicher abgetötet. Daher ist das Gesamtziel des Projektes 'HOPE' der ober- und unterirdische Schutz von Heidelbeeren mittels einer effektiven Sprühapplikation basierend auf einer neuartigen Virusformulierung und einer innovativen Bodenformulierung basierend auf dem Attract-and-Kill Prinzip, mit einem Nutzpilz als Kill-Komponente. |
| Beschreibung (engl.): | In recent years, insect pests have become a major economic problem in blueberry cultivation, causing millions of euros in damages to growers. Above ground, the so-called 'cherry vinegar fly' Drosophila suzukii, which lays its eggs in the ripe fruit, is particularly harmful. Once the insects have invaded the plants, they are well protected from chemical insecticides. Here they establish a breeding ground for future insect generations. Furthermore, the affected plants are rendered commercially worthless. In soil, the larvae of the black vine weevil and the so-called 'Engerlinge' lead to the death of whole rows of blueberries by feeding on their roots. These then have to be replaced by young plants at high cost, which only provide a stable yield after 10 years. Due to the elimination of many chemical insecticides and the market's desire for residue-free products, the currently available insect control options are becoming increasingly limited. Effective biological preparations are often unreliable, expensive and time-consuming. Recently, new virus strains which target D. suzukii have been isolated. These viruses appear to be a promising option for control. However, unformulated, the viruses lose their effectiveness after a short time. In addition, an adapted application procedure is required to apply the viruses to the plants and to ensure that they are effective in the insect's intestine. A promising approach to combat the weevil and Engerlinge in soil is a tailor-made attract-and-kill strategy based on novel granular formulations. In the soil larvae are lured by a suitable attractant component and then safely killed by a kill component, an insect-pathogenic fungus. Therefore, the overall objective of the project 'HOPE' is to protect blueberries above and below ground by means of an effective spray application based on a novel virus formulation and an innovative soil formulation based on the attract-and-kill principle, with a beneficial fungus as the kill component. |
| Ergebnis (dt.): | Im Verbundprojekt HOPE wurden innovative biologische Pflanzenschutzstrategien zur Regulierung bedeutender ober- und unterirdischer Schadinsekten in Heidelbeeren entwickelt. Dabei kamen RNA-Viren La Jolla Virus (LJV), Drosophila C Virus (DCV) zur Kontrolle der Kirschessigfliege (KEF; Drosophila suzukii) sowie insektenpathogene Pilze wie Metarhizium brunneum zur Kontrolle von Larven des gefurchten Dickmaulrüsslers und der sog. „Engerlinge“ zum Einsatz. Für beide Ansätze wurden geeignete Isolate identifiziert, neue Formulierungen erarbeitet und deren Wirksamkeit in Labor- und Freilandversuchen geprüft. Besonders hervorzuheben ist das Potenzial des formulierten LJV, dessen Pathogenität gegenüber der KEF durch geeignete Applikationsformen deutlich gesteigert werden kann. Es wurde ein Verfahren zur in-vitro-Virusproduktion etabliert. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger, rückstandsfreier Pflanzenschutzmittel. |
| Ergebnis (engl.): | In the collaborative project HOPE, innovative biological plant protection strategies were developed for controlling significant above- and below-ground pest insects in blueberries. RNA viruses La Jolla Virus (LJV) and Drosophila C Virus (DCV) were employed for controlling spotted wing drosophila (SWD; Drosophila suzukii), while entomopathogenic fungi such as Metarhizium brunneum were used for controlling larvae of the black vine weevil and so-called "white grubs." For both approaches, suitable isolates were identified, new formulations were developed, and their efficacy was tested in laboratory and field trials. Particularly noteworthy is the potential of the formulated LJV, whose pathogenicity against SWD can be significantly enhanced through appropriate application methods. A procedure for in-vitro virus production was established. The results provide a foundation for developing sustainable, residue-free plant protection products. |
| Laufzeit: | Beginn: 15.04.2021 / Ende: 31.12.2024 |
| Ausf. Einrichtung: | Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen |
| Themenfelder: | Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, crop protection, plant health |
| Förderprogramme: | Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft |
| Schlagworte: | Tierische Schaderreger, animal pathogens, Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, crop protection, plant health, Obstbau, fruit production, Gartenbau, horticulture, Beerenobst, berry fruit, Biologischer Pflanzenschutz, biological plant protection |
| Stichpunkte: | Nicht-chemischer Pflanzenschutz im Gartenbau |
| Förderkennzeichen: | 2818807F19 |
| Dokument zum Download: | Publizierbarer_SB_2818807F19.pdf (975,9 KB) |
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