Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projekte in den Förderprogrammen des BMEL, betreut durch den Projektträger BLE (ptble)

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Titel: Bundesweite Befragung zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich
Beschreibung (dt.): Die letzte bundesweite Umfrage zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich wurde 2001 durchgeführt. Aktuellere Daten zur Pflanzenschutzsituation in Haus- und Kleingärten liegen der Bundesregierung nicht vor. Zur Ermittlung der aktuellen Lage und eines möglichen Handlungsbedarfs im Haus- und Kleingartenbereich ist eine aktuelle Studie zu erstellen, die die derzeitige Situation umfassend beschreibt und mögliche Handlungsfelder im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur nach-haltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aufzeigt. Die Befragung soll so durchgeführt werden, dass sie sowohl Rückschlüsse über Art und Aus-maß legaler als auch nicht erlaubter Anwendungen ermöglicht. Berichte des Pflanzenschutz-Kontrollprogramms zeigen z. B., dass häufiger unerlaubte Anwendungen bestimmter Herbizi-de auf dem an die Gärten angrenzenden Nichtkulturland festgestellt werden (z. B. Garagen-einfahrten, befestigte Hofflächen, Bürgersteige). Durch diese illegalen Anwendungen ist be-sonders die Gefahr der Abschwemmung bestimmter Herbizidwirkstoffe in Oberflächenge-wässer gegeben. Genauere Informationen zu den Beweggründen für diese illegalen Anwen-dungen sowie zum Wissen über die Auswirkungen solcher illegalen Anwendungen fehlen. Aktuelle Informationen zu folgenden Fragen fehlen ebenfalls: • Zahl der Haus- und Kleingärten, Gesamtfläche, Größe, Nutzung und soziodemographische Daten ihrer Nutzer; • Aktueller Stellenwert des Pflanzenschutzes in Haus- und Kleingarten unter besonderer Berücksichtigung der Anwendung von und des Umgangs mit Pflanzenschutzmitteln; • Wissensstand der Gartenbesitzer zum Themenkomplex Pflanzenschutz, insbesondere integrierter Pflanzenschutz, sowie zu möglichen Auswirkungen von bestimmungsgemäßen ebenso wie von nicht bestimmungsgemäßen und nicht sachgerechte Pflanzenschutzmittelanwendungen auf Mensch, Tier und Naturhaushalt; • Daten zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, Pflanzenstärkungsmitteln sowie anderen Maßnahmen des Pflanzenschu
Ergebnis (dt.): Die Ergebnisse dieser bundesweiten Befragung zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich spiegeln das in der Gesellschaft wachsende ökologische Bewusstsein sowie den zunehmenden Fokus auf Freizeit und Erholung im sonst stressigen Alltag wider. Es zeigt sich ein Nutzungswandel vom reinen Nutzgarten zu Gunsten des Zier-/ Erholungsgartens, der neben dem Anbau gesunder, unbelasteter Nahrungsmittel immer mehr Menschen als verlängertes Wohnzimmer dient. Während im Kleingarten Obst und Gemüse dominiert, weicht im Hausgarten die Pflanzenvielfalt zunehmend leicht zu pflegenden, versiegelten Flächen. Neben einer wachsenden Ablehnung chem. PSM v.a. bei den Kleingärtnern steigt die Nachfrage nach biologischen Alternativen und robusteren, resistenteren Sorten. Dennoch beläuft sich der Anteil chem. Pflanzenschutzanwendungen auf die Hälfte aller Maßnahmen, die im Rahmen des Pflanzenschutzes v.a. gegen Schnecken und Unkräuter erfolgen. Um schöne, gesunde Pflanzen zu besitzen, wendet etwa jeder 2. Freizeitgärtner chem. PSM an. Doch nur Wenige bekunden, ausreichend Wissen bzgl. des Umganges mit chem. PSM zu besitzen. Von Experten wird kritisch beobachtet, wie Freizeitgärtner scheinbar biologisch anmutende Mittel (wie Kalisalze, Rapsöl, selbst hergestellte Brühen) häufig sorglos verwenden und sich deren Effekte auf die Umwelt nicht bewusst sind. Neben den bevorzugt genutzten Gartenfachbüchern/-zeitschriften dient hier zunehmend das Internet als Informationsquelle. Amtliche Beratungsstellen und Pflanzenschutzdienste werden nur selten genutzt. Auch die Abgabe von Pflanzenschutzmittelresten an Sammelstellen nehmen Wenige in Anspruch. Meist werden die Mittel bis zum Verbrauch gelagert, häufig ohne dabei auf Witterungseinflüsse zu achten. Aufgabe muss es nun sein der Zielgruppe verlorengegangenes/neues Wissen in der richtigen Form und über die richtigen Medien zukommen zu lassen, um den nachhaltigen Schutz von Mensch, Tier und Naturhaushalt zu gewährleisten.
Ergebnis (engl.): Under the Sustainable Use Directive and the NAP, a nationwide survey on the use of plant protection products in the area of home gardens and allotments was conducted. The survey results reflect the growing ecological awareness in society and the increasing focus on leisure and recreation in otherwise stressful daily life. It shows a shift from the use of pure kitchen garden for the cultivation of healthy, unpolluted foods towards the ornamental garden as an extended living and recreation room. While in kitchen gardens the cultivation of fruits and vegetable dominates, plant diversity in the home garden is increasingly giving way to low maintenance sealed surfaces. In addition to a growing rejection of pesticides (particularly among allotment holders) the demand for biological alternatives and more robust, resilient crops increases. Nevertheless, the chemical crop protection application amounts to half of all measures in the context of plant protection. They are mainly undertaken against snails and weeds. For the main motive having beautiful, healthy plants, about every 2nd amateur gardener applies pesticides. However, only a few confess to having enough knowledge concerning the handling of pesticides. Besides this hobby gardeners using seemingly biologically sounding agents as potash, canola oil or home-made liquids in an often careless way, not being aware of their effects on the environment are watched critically by experts. Suggestions for this measurement are mainly from the internet. The internet gained importance as a source of information significantly, in addition to the mainly preferred used garden books and gardening magazines. Official advice centers and phytosanitary services are rarely used, but most credible information sources. Also, the delivery of pesticide residues at designated collection points is used quite seldom. Most pesticide residues are stored until consumption, often without paying much attention to weathering effects. As a consequence the task has to be, to provide lost and new knowledge, in the right form and the right media to the target group, to ensure the sustainable protection of man, animals, and the natural environment.
Laufzeit: Beginn: 25.07.2014 / Ende: 31.03.2016
Ausf. Einrichtung: Humboldt-Innovation GmbH, Berlin
Themenfelder: Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, crop protection, plant health
Förderprogramme: Erhebungen
Schlagworte: Integrierter Pflanzenschutz, integrated plant protection, Gesundheitlicher Verbraucherschutz, health-related consumer protection, Arbeitsschutz, occupational health and safety, Gartenbau, horticulture, Zierpflanzenbau, production of ornamentals, Obstbau, fruit production, Biologischer Pflanzenschutz, biological plant protection
Förderkennzeichen: 2814SE002
Dokument zum Download: 14SE002Schlussbericht_berichtigt15_05_2017.pdf (4,3 MB)
Kontakt: Benutzen Sie unser Kontaktformular
oder E-Mail an
projekttraeger-agrarforschung@ble.de

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