Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)

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Titel: Elektrische Antriebstechnik im nicht-chemischen Pflanzenschutz
Titel (englisch): Electrical driven weeding technology in non-chemical crop protection
Akronym: E-Hack
Beschreibung (dt.): Die mechanische Unkrautbekämpfung ist das wichtigste Verfahren zur Regulierung von Unkräutern im ökologischen Landbau, jedoch besteht im Gartenbau, insbesondere im geschützten Anbau, eine erhebliche Mechanisierungslücke zwischen der Handarbeitsstufe und dem Traktoreneinsatz, die nun durch eine innovative Gerätetechnik geschlossen werden soll. Es fehlt vor allem im Unterglas-Anbau an Maschinen und Geräten, die die dortige erhebliche gesundheitliche Belastung (Lärm, Abgase) durch Verbrennungsmotoren vermeidet, aber die körperliche anstrengende Handarbeit ersetzen kann. Das Vorhaben ‚E-Hack‘ soll dem Gartenbau eine innovative motorisierte Gerätetechnik für die mechanische Unkrautbekämpfung zur Verfügung stellen, dies basierend auf modernen hocheffizienten elektrischen Antrieben. Damit wird die Schlagkraft des Verfahrens deutlich erhöht und die Konkurrenzfähigkeit kleinerer und mittlerer Betriebe gesichert.
Beschreibung (engl.): Mechanical weed control is the most important method for regulating weeds in organic farming, but in horticulture, especially in protected cultivation, there is a considerable mechanisation gap between the manual labour stage and the use of tractors, which is now to be closed by innovative equipment technology. Especially in greenhouse cultivation, there is a lack of machinery and equipment that avoids the considerable health hazards (noise, exhaust fumes) caused by combustion engines, but can replace the physically strenuous manual labour. The 'E-Hack' project is intended to provide horticulture with innovative motorised equipment technology for mechanical weed control, based on modern, highly efficient electric drives. This will significantly increase the effectiveness of the process and secure the competitiveness of small and medium-sized enterprises.
Ergebnis (dt.): Die mechanische Unkrautbekämpfung ist das wichtigste Verfahren zur Regulierung von Unkraut im ökologischen Landbau, doch im Gartenbau besteht eine erhebliche Mechanisierungslücke zwischen der reinen Handarbeit und dem Einsatz von Traktoren, die nun durch innovative Gerätetechnik geschlossen werden soll. Das Projekt „E-Hack“ soll dem Gartenbau innovative motorisierte Gerätetechnik für die mechanische Unkrautbekämpfung auf Basis moderner, hocheffizienter Elektroantriebe zur Verfügung stellen. Geplant ist die Entwicklung von drei typischen Geräteeinsätzen in unterschiedlichen Leistungsklassen, die in Praxistests erprobt und unter ergonomischen Gesichtspunkten sowie hinsichtlich der erwarteten Umweltentlastung untersucht werden sollen. Daraus ergeben sich folgende Arbeitsschritte:
1) Ermittlung des tatsächlichen Leistungsbedarfs ausgewählter typischer Maßnahmen der
mechanischen Unkrautbekämpfung.
2) Ermittlung der übertragbaren Kraft des Materialpaares Reifen/Boden.
3) Konstruktion und Bau von mindestens drei Geräteeinsätzen unterschiedlicher Größen und
Anwendungsfelder.
4) Prüfstands- und Feldversuche zur Bestimmung der Arbeitsqualität, des Energiebedarfs und
möglicher Einsatzdauer, Vergleich der neuen Technik mit herkömmlichen
Verbrennungsmotoren.
5) Arbeitsschutztechnische Untersuchungen an den Geräten, insbesondere Quantifizierung der verminderten Belastung für den Anwender, z. B. durch Lärm.
6) Ermittlung der Arbeitsentlastung durch Messung von Herzfrequenz und Blutdruck während mehrstündiger Praxiseinsätze.
7) Bewertung hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Akzeptanz und Ressourcenschonung sowie
Vergleich mit bisheriger Technik.
Die Verwertung der Forschungsergebnisse erfolgt einerseits auf wissenschaftlicher Ebene
(Publikationen), andererseits auch durch praktische Umsetzung (Feldtage mit Landwirten). Darüber hinaus soll ein neuer Ansatz des Wissenstransfers als Open-Source-Technologie in die Praxis erprobt werden, wobei Konstruktionsdetails, technische Zeichnungen und Auslegungsanleitungen über das Internet bereitgestellt werden.
Ergebnis (engl.): Mechanical weed control is the most important method for regulating weeds in organic farming, but in horticulture there is a considerable mechanisation gap between the manual labour stage and the use of tractors, which is now to be closed by innovative equipment technology. The 'E-Hack' project is intended to provide horticulture with innovative motorised equipment technology for mechanical weed control, based on modern, highly efficient electric drives. It is planned to develop three typical device applications in different performance ranges, to test them in practical trials and also to examine ergonomic criteria and the expected reduced environmental impact. This results in the following work steps:
1) Determination of the actual power requirement of selected typical mechanical weed control
measures.
2) Determination of the transferable power of the material pairing tyre / soil.
3) Design and construction of at least three device applications of different sizes and fields of
application.
4) Test bench and field trials to determine quality of work, energy requirements and possible
duration of use, comparison of the new technology with standard combustion engines.
5) Occupational health and safety studies on the equipment, in particular quantification of the
reduced strain on the farmer e.g. due to noise.
6) Determination of the relief of the workload by heart rate and blood pressure measurements
during several hours of practical use.
7) Evaluation with regard to economy, acceptance and conservation of resources, comparison
with previous technology.
The exploitation of the research results takes place on the one hand on a scientific level (publications), and on the other hand also as a practical implementation (farmer field days). Furthermore, a new approach to transferring knowledge into practice will be implemented as open-source technology, providing construction details, technical drawings, and dimensioning instructions via the internet.
Laufzeit: Beginn: 01.04.2022 / Ende: 30.06.2025
Ausf. Einrichtung: Universität Kassel - Fachbereich 11 Ökologische Agrarwissenschaften - Fachgebiet Agrartechnik, Witzenhausen
Themenfelder: Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, crop protection, plant health
Förderprogramme: Bundesprogramm ökologischer Landbau
Schlagworte: Pflanzenbau, crop production, Ökologischer Landbau, organic farming, Gemüsebau, vegetable production, Unterglas / geschützter Anbau, greenhouse cultivation / protected cultivation, Landtechnik, agricultural engineering, Datensammlung, data collection, Energetische Sanierung/Modernisierung, energetic restructuring/modernisation, Integrierte Betriebssysteme, integrated production systems, Sensorik, sensor technology, Klimaschutz, climate protection
Internetadresse: https://www.oekolandbau.de
Förderkennzeichen: 2819NA083
Dokument zum Download: Abschlussbericht.pdf (5,2 MB) Praxismerkblatt.pdf (490,4 KB)

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boel-forschung@ble.de

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