Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)
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| Titel: | Vergleichende Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Regulierung tierischer Schaderreger (z.B. Rapsglanzkäfer, Gefleckter Kohltriebrüssler, Kohlschotenrüssler) im ökologischen Rapsanbau |
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| Titel (englisch): | Development of husbandry practises to control pests (e.g. pollen beetle, cabbage stem weevil, seed weevil) in organic cultivation of oilseed rape |
| Beschreibung (dt.): | Ziel dieses Projektes, das sich über eine Vegetationsperiode erstreckt, ist die Entwicklung und Erprobung pflanzenbaulicher Verfahren im ökologischen Rapsanbau, insbesondere im Hinblick auf die Kontrolle tierischer Schädlinge. Neben der Regulierung des Rapsglanzkäfers mit Fangstreifen werden drei unterschiedliche ökologische Anbauverfahren im Hinblick auf ihre praktische Nutzbarkeit für ökologisch wirtschaftende Betriebe bewertet. Das Standardverfahren (Pflug/Striegel-Variante) beinhaltet hierbei folgende Vorgehensweise: wendende Bodenbearbeitung, praxisübliche Drilltechnik, übliche Aussaatdichte, Standardsorte, keine Fangpflanzen, Feldrandvegetation. Die Mulch/Hackmaschinen-Variante zeichnet folgende Vorgehensweise aus: schonende Bodenbearbeitung mit Mulchsaat, Drillsaat in Reihen, 50 cm Reihenabstand, Anlage eines Wildkrautstreifens, Anlage eines Randstreifens mit einer frühblühenden Rapssorte. Die Mulch/Striegel-Variante beinhaltet folgende Merkmale: schonende Bodenbearbeitung mit Mulchsaat, Drillsaat in Reihen, 10 cm Reihenabstand, Anlage eines Wildkraut- bzw. Frühblüherstreifen. Als Pilotstudie sollen die Ergebnisse die Grundlage bilden, um dem Praktiker die Möglichkeiten und Grenzen im ökologischen Rapsanbau aufzuzeigen. |
| Ergebnis (dt.): | Im Rahmen der Untersuchungen, die sich über eine Vegetationsperiode erstreckten, zeigten sich in den verschiedenen Bewirtschaftungsvarianten folgende Vor- und Nachteile: In der Pflug/Striegel-Variante waren die Pflanzen trotz geringerem Feldaufgang bei Vor- bzw. Nachwinterbonituren am kräftigsten. Das Unkrautspektrum war zwar breiter, allerdings waren die Unkrautdichten um 20 – 35 % geringer als in den anderen Varianten. Der Schädlingsschlupf der neuen Generation war am höchsten (außer Kohlschotenmücke). Das Ertragsniveau lag mit 26,5 dt um 20 % höher als in den Mulchsaatvarianten. Die Mulch/Striegel-Variante förderte zwar natürliche Gegenspieler, der erhöhte Unkrautdruck bildete jedoch ein erhebliches Ertragsrisiko. Allerdings erschien dieses Verfahren hinsichtlich der Integration natürlicher Regelkreisläufe in den Produktionsprozess sowie der Förderung des Naturhaushaltes am sinnvollsten zu sein. In der Mulch/Hack-Variante wurde die Verminderung des Unkrautrisikos auf Kosten der natürlichen Feinde erreicht, zudem erfolgte ein stärkerer Befall durch die Kohlschotenmücke und Gelegenheitsschädlinge im Herbst. Generell schien der Einsatz von Fangstreifen einen positiven Effekt zu haben. Dies schien weniger auf den um einige Tage früheren Blühbeginn sondern vielmehr auf eine generell höhere Attraktivität der Sorte zurückzuführen sein. Der Einsatz von Wildkrautstreifen zur Schaderregerregulierung war hingegen weniger erfolgreich, da Entwicklung und Blüte nicht auf das Schaderregerauftreten abgestimmt waren. Vielmehr erschienen hier längerfristig angelegte Maßnahmen (z.B. Hecken) als Reservoir für natürliche Gegenspieler sinnvoller zu sein. Die Stickstoffversorgung über Ackerbohnen als Vorfrucht war in der Projektlaufzeit ausreichend. Eine zusätzliche Gabe über Haarmehlpellets hatte keinen Effekt. Angesichts der kurzen Laufzeit zeigen die vorliegenden Ergebnisse nur erste Tendenzen. Zur abschließenden Beurteilung der verschiedenen Verfahren sind noch weitergehende Untersuchungen notwendig. |
| Laufzeit: | Beginn: 01.08.2002 / Ende: 31.12.2003 |
| Ausf. Einrichtung: | Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig |
| Förderprogramme: | Bundesprogramm ökologischer Landbau |
| Stichpunkte: | ressort; f.3.2; angebot; ausschreibung; ackerbau; sorten; pilzkrankheiten; schädlinge; pflanzenbauliche verfahren; raps; Pflanzenschutz, Pflanzenschutz |
| Internetadresse: | http://orgprints.org/5943/ |
| Förderkennzeichen: | 2802OE082 |
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