Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)

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Titel: Vermeidung von Viruserkrankungen (Möhrenröte) im Ökologischen Möhrenanbau: a) Status Quo Analysen, b) Entwicklung eines Virusnachweises und c) Erarbeitung von Strategien zur Lösung bestehender Probleme im Ökologischen Landbau
Titel (englisch): Prevention of viral diseases in organic carrot cultivation: a) status quo analysis, b) identification of the viral agents involved, c) assessment of promising control strategies
Beschreibung (dt.): Ziele des Projektes sind es, bundesweit den Status Quo der wichtigsten Möhrenkrankheiten inkl. Möhrenröte zu erfassen und zu analysieren und vorhandene Ansätze zur Vermeidung (Befallsreduzierung) der Viruskrankheit zu implementieren und zu optimieren. Insbesondere soll die Schadenswahrscheinlichkeit durch a) die Identifizierung geeigneter, d.h. schwachanfälliger Sorten, b) geeignete Terminierung der Aussaat und c) eine Auswahl geeigneter Gegenmassnahmen reduziert werden. Dabei soll der Einsatzzeitpunkt von Kulturschutznetz-Abdeckungen für hochpreisige Samenträgerbestände auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden. Zur Erreichung dieser Ziele gilt es eine Nachweismöglichkeit für den Viruskomplex zu entwickeln, da es in Deutschland bisher keine Möglichkeit gibt, das Möhrenröte-Virus auf einfache und zuverlässige Weise, d.h. mit serologischen Methoden, nachzuweisen. Die Verbreitung der Erkenntnisse soll es Landwirten ermöglichen, die Wirtschaftlichkeit des ökologischer Möhrenanbau zu erhalten und auszubauen.
Ergebnis (dt.): Für ein offenbar neues Krankheitsbild („Möhrenröte“) im ökologischen Möhrenanbau, bestehend aus Rotfärbungen des Laubes, gestauchten Herzblättern, Wurzelbärtigkeit und sog. „Rattenschwänzen“, werden Viruserkrankungen verantwortlich gemacht. Im Projekt wurden die Teilziele Virusanalytik, Status-Quo-Analysen und Lösungsstrategien wie folgt bearbeitet: Virusanalytik: Es konnten mindestens 8 verschiedene Viren identifiziert werden, nämlich 2-3 Stämme bzw. Arten aus dem Luteoviruskomplex Carrot red leaf virus (CtRLV), die Umbraviren Carrot mottle mimic virus/Carrot mottle virus, das Closterovirus Carrot yellow leaf virus, der Anthriscus-Stamm des Sequivirus Parsnip yellow fleck virus, das Potyvirus Carrot thin leaf virus, jeweils ein bisher nicht beschriebenes Carlavirus und Vitivirus sowie ein bisher unbekanntes „Beny“-ähnliches Virus. „Beny“-Virus und CtRLV wurden am häufigsten nachgewiesen. Ein konventionell erzeugtes Serum gegen CTLV wurde hergestellt und steht auch für PYFV in Aussicht. Während die Herstellung von Antiseren nach Immunisierung mit bakteriell exprimierten Hüllprotein für die CtRLV-Varianten nicht erfolgreich verlief, konnte auf diesem Wege ein Antiserum gegen CYLV erzeugt werden. Der hohe Anteil latent CtRLV-infizierter, symptomloser Pflanzen zeigt aber, dass offenbar noch andere bisher unbekannte Faktoren für die Symptomausprägung eine Rolle spielen. Die bundesweiten Status-Quo-Analysen zur Symptomatik ergaben als Hauptverbreitungsgebiete alle Anbauregionen mit intensivem Möhrenanbau, insbesondere die niedersächsische Region südlich Bremen. In Ernteproben wiesen symptomatische Rübenkörper ca. 30% Gewichtsverlust auf. Qualitätseinbussen waren nicht eindeutig erkennbar. Die ermittelten Ertragsverluste erreichten bis 17%, entsprechend bis zu € 600,-/ha. In Feldexperimenten zur Erarbeitung von Lösungsstrategien wurden Aspekte zur Sortenanfälligkeit und Saatzeit untersucht, sowie Fragen zur Rolle der Gierschblattlaus Cavariella aegopodii als vermuteten Virusvektor. Verarbeitungsmöhren hatten gegenüber Frischmarktsorten eine überwiegend höhere Symptomanfälligkeit, während Fragen zu kritischen Saatterminen und der Phänologie des Vektorfluges aufgrund der Witterungsextreme in 2003 nicht abschliessend geklärt werden konnten und der weiteren Untersuchung bedürfen.
Ergebnis (engl.): The occurrence in organic carrot production of an apparently new type of symptoms, consisting of leaf reddening, stunted growth, hairy and „rat-tailed“ roots is believed to be caused by viral infections. The project objectives were to identify the viral agents involved, to evaluate the current status of the symptom complex within Germany and to assess promising control strategies. At least eight different viruses were identified, namely 2-3 strains or even species belonging to the luteovirus complex Carrot red leaf virus (CtRLV), the umbraviruses Carrot mottle mimic virus/Carrot mottle virus, the closterovirus Carrot yellow leaf virus, the Anthriscus strain of the sequivirus Parsnip yellow fleck virus, the potyvirus Carrot thin leaf virus, one apparently new virus each of the genus Carlavirus and Vitivirus as well as an unknown ’beny‘-like virus. The ’beny‘-like virus and CtRLV were most frequently detected. Conventionally developed antisera are now available for CTLV and soon also for PYFV. Whereas the production of antisera to bacterially expressed viral coat protein of the CtRLV variants failed for unknown reasons, the same technique was successfully employed for producing a CYLV antiserum which is also expected to be commercially available in 2004. However, the high proportion of CtRLV-infected carrot plants that show no symptoms indicated that additional factors are likely to be involved in the development of the described symptoms. The survey concerning the current status of the symptom complex revealed its presence in all major carrot production areas in Germany. Most and increasingly affected was the Lower Saxony region south of Bremen , where carrots are grown most extensively. At harvest sampled carrots revealed an average weight loss of about 30%, whereas adversely affected quality parameters were not obvious. Symptom-related yield reductions amounted to 17% corresponding to an economic loss of up to € 600/ha. In field experiments the reduced susceptibility of fresh market carrot varieties in comparison to commonly used processing cultivars could be confirmed. Due to the extreme climatic conditions in 2004, all field trials studying the effect of different sowing dates on the supposed vector phenology of C. aegopodii gave inconclusive results and require further investigation.
Laufzeit: Beginn: 01.10.2002 / Ende: 16.02.2004
Ausf. Einrichtung: Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz Universität Kassel, Witzenhausen
Förderprogramme: Bundesprogramm ökologischer Landbau
Stichpunkte: ausschreibung; f.3.2; skizze_rili; antrag_rili; gartenbau; gemüsebau; viruskrankheiten; sorten; pflanzenbauliche verfahren; diagnose; möhrenröte; möhren; status quo analyse; virusnachweis; serologisches verfahren; elisa-test; Pflanzenschutz, Pflanzenschutz
Förderkennzeichen: 2802OE253
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"Kleegras und Grünland"

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