Projekte in den Förderprogrammen des BMLEH, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)
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| Titel: | Ökologische Geflügelproduktion - Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung |
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| Titel (englisch): | Organic poultry production in Germany: Structure, developments, problems, political need for action |
| Beschreibung (dt.): | Die Statuserhebung soll anhand einer Auswertung von Daten (Literatur, Verbände, Kontrollstellen, Fragebogen etc.) erfolgen. Es sollen vor allem Struktur- und Kenndaten geliefert werden, welche die Aspekte Bestandsgröße, Haltungssysteme, Herkünfte, Futtermittel, Schlachtung, Verarbeitung und Wirtschaftlichkeit beinhalten. Zudem sollen detaillierte Vor-Ort-Erhebungen durchgeführt werden, welche sowohl die o.g. Parameter als auch die Parameter Tiergerechtheit und Tiergesundheit berücksichtigen. Die Beurteilung des Parameters Tiergerechtheit soll mit einem erweiterten Beurteilungsschema TGI 35 und TGI 200 erfolgen. Die Bonitierung des Integumentes (Gefiederschäden, Hautverletzungen) erfolgt anhand eines Integumentschadenindexes (1% der Tiere einer Herde, mindestens 10 Tiere einer Herde). Erhebungen zu den Aspekten Tierbehandlungen, Prophylaxe-Maßnahmen und Ektoparasiten werden innerhalb der Studie durchgeführt. Klimabedingungen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Reinigung und Desinfektion von Haltungssystemen werden in der Studie berücksichtigt. |
| Ergebnis (dt.): | Es erfolgte eine Fragebogenerhebung bei 918 Biobetrieben und Vor-Ort-Erhebungen bei 92 Betrieben (70 Legehennen, 5 Junghennen, 17 Mastgeflügel). Kenndaten: Von ca. 300 Umfragebetrieben hielten 2/3 unter 50 Hennen, nur 6 % hielten über 50 Stück Mastgeflügel. Einige Betriebe halten aber mehrere zehntausend Tiere. Haltung: Die meisten Legehennenbetriebe verfügen bereits über Grünausläufe, viele auch über befestigte Kleinausläufe. Bodenhaltung im Stall dominierte. Verbesserungsmöglichkeiten bei den Haltungsbedingungen bestehen vor allem hinsichtlich Besatzdichten, dem Stallklima und der Einstreuqualität. Herkünfte: Die größeren Betriebe setzen ausschließlich Hybridherkünfte ein (Rassehühner nur in kleineren Umfragebetrieben). Fütterung: Gut die Hälfte der Legehennenbetriebe kauft Alleinfutter zu, der Rest mischt Futter selbst (i.d.R. Zukauf Eiweißergänzer). Es überwiegen Weizen, Erbsen, Mais und Triticale. Nährstoffanalysen werden nur selten durchgeführt. Erst 10 % der Betriebe realisieren die 100 %-Bio-Fütterung. Raufutter wird nur auf 1/3 der Betriebe angeboten. Leistungen: Die Legeleistung je Durchschnittshenne lag im Mittel bei etwa 75 %, die Verluste betrugen etwa 10 %. Für teilweise suboptimale Leistungen könnten Defizite im Fütterungsmanagement, der Haltung sowie bei der Krankheitsvorbeugung verantwortlich sein. Gefiederbonitierungen ergaben auf einem Teil der Betriebe Probleme mit Federpicken oder Kannibalismus. Viele Betriebe weisen Direktvermarktung auf. Die Erzeugerpreise stiegen vom Groß- über Einzelhandel zur Direktvermarktung (Ř 16, 19, 21 Cent/Ei). Die aufgesuchten Betriebe mit Junghennen und Mastgeflügel waren sehr heterogen bzgl. Bestandsgrößen und Haltungsformen. Die Direktvermarktung von Geflügelfleisch überwiegt (Ř 7 – 9 €/kg SG). 100 %-Biofütterung wird ebenfalls nur selten realisiert. |
| Ergebnis (engl.): | 918 organic farms with animal production responded to a questionnaire. 92 farms were visited (70 laying hens, 5 pullets, 27 meat poultry). Key features: 278 of respondents of the questionnaire kept laying hens, but two thirds of them only up to 50 hens, and only 6 % of respondents kept more than 50 meat poultry. However, some farms had tens of thousands of poultry. Husbandry: Most farms with laying hens had free-range systems, many of them also a covered outside run. With regard to housing conditions, improvements are possible on some farms, for example concerning densities or stable climate. Breeds: Bigger farms kept modern hybrids. Pure breeds were only present in some very small herds. Feeding: Nearly half of the farms bought organic compound feeds. The others fed a mixture of feed components produced at the own farm, mostly together with a compound protein feed. 10 % of farms realized already a feeding with 100 % organic components. Nutrient analyses were seldom carried out. Roughage was offered only in one third of farms. Performance: Egg yield per average hen was 75 %, losses around 10 % of hens. Evaluation of plumage conditions showed problems with feather pecking and cannibalism on some farms. Deficits in feeding management, husbandry or disease prevention could be the causes for partially suboptimal performances. Marketing: Percentage of direct marketing decreased with growing stock sizes, and retailer and wholesaler increased. Egg prices decreased in this order (Ř 21, 19, 16 Euro Cent per egg). Access to the outside was not yet realized on all farms with pullets or meat poultry. Only few problems were found with regard to housing conditions. Slower growing hybrid strains were often used. Direct marketing of poultry meat was most common (7 – 9 Euros per kg). 100 % organic feed was realized only in some farms. |
| Laufzeit: | Beginn: 15.07.2002 / Ende: 31.01.2004 |
| Ausf. Einrichtung: | Fachgebiet Nutztierethologie und Tierhaltung Universität Kassel, Witzenhausen |
| Förderprogramme: | Bundesprogramm ökologischer Landbau |
| Stichpunkte: | ausschreibung; f.1.9; angebot; geflügel; status quo; prophylaxe; parasitologie; eiqualität; haltungsverfahren; stallklima; tierproduktion; Status Quo Tier, Tierhaltung |
| Internetadresse: | http://orgprints.org/8215/ |
| Förderkennzeichen: | 2802OE343 |
| Dokument zum Download: | Schlussbericht 02OE343.pdf (1,4 MB) |
Kontakt: |
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