Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Projekte in den Förderprogrammen des BMEL, betreut durch den Projektträger BLE (PT BLE)

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Titel: Zuchtplanung für die Erhaltung des Alten Schwarzbunten Niederungsrindes
Beschreibung (dt.): Ziel ist die Erarbeitung einer Zuchtstrategie, die von den Bedingungen der Praxisbetriebe ausgeht und eine Objektivierung der züchterischen Informationen für die männlichen wie für die weiblichen Tiere beinhaltet. Dafür ist es erforderlich, die Daten aller Herdbuchtiere von Betrieben, die Mitglied im Verein zur Erhaltung und Förderung des Alten Schwarzbunten Niederungsrindes sind, in Kooperation mit dem VIT (Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung) Verden zu erfassen. Anschließend wird das PC-Programm OPTIMATE zur Ermittlung der Fremdgenanteile, Verwandtschafts- und Inzuchtverhältnisse der Population eingesetzt. Zum Schluss erfolgt die einheitliche Bewertung der Herdbuchkühe sowie die Entwicklung und Durchführung eines modifizierten Töchter-Stallgefährtinnenvergleich.
Ergebnis (dt.): Die aktuellen betrieblichen Bedingungen der Züchter wurden mit Hilfe einer Betriebsbefra-gung ermittelt; 30 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Davon beschrieben 66% ihren Hof als Futterbaubetrieb, 31% als Gemischtbetrieb. Die durchschnittliche Betriebsgröße betrug 88 ha; 2/3 der Betriebe verfügte über 40-80 ha. 55% der Landwirtschaftlich genutzten Fläche waren Grünland. Bei 40% der Betriebe handelte es sich um Öko-Betriebe. Sie waren deutlich häufiger Gemischt - seltener Futterbaubetriebe, hatten einen deutlich geringeren Grünland - und einen ebenfalls deutlich größeren Anteil an Ackerfutterbau. Sie sind auch in der durchschnittlichen Flächenausstattung deutlich größer. Die 30 Betriebe halten insgesamt 1.257 Kühe; von ihnen sind 452 (36%) Schwarzbunte Niederungsrinder. Knapp 2/3 aller Betriebe halten zwischen 21-40 Kühe; in dieser Größen-klasse stehen auch ca. 50% der Kühe. Auf nur sechs Betriebe stehen 43% aller DSB-Kühe! Die meisten Betriebe liegen in einem Leistungsbereich von 17-21 kg Milch je Melktag. Bei den Öko-Betrieben, auf denen fast jede zweite DSB-Kuh steht (47%!), liegt die Milchlei-stung um gut 700 kg/Jahr unter der durchschnittlichen Milchleistung. Auf 17 Betrieben stehen die Kühe in Anbinde-, bei 10 im Laufstall. Die Futtervorlage von Hand dominiert; bei 9 Betrieben kommt ein Futterverteilwagen zum Einsatz. Mit Ausnahme eines Betriebes haben alle Kühe Weidegang im Sommer (16 Betriebe Ganztagsweide). Bei der Schlachtvieh- und Kälberpreisen können nur wenige Betriebe einen Aufpreis erzielen. Zwei Drittel der Betriebe haben erst nach 1989 mit der Zucht bzw. der Einkreuzung von DSB begonnen. Mit einer Ausnahme haben alle Öko-Betriebe erst in jüngerer Zeit mit der Zucht der DSB-Tiere begonnen. Für das Interesse an der Zucht des Schwarzbunten Niederungsrindes besonders wichtig sind die Motive "Nutzungsdauer" und "Gesundheit"; dahinter folgen das Interesse an der Erhaltung einer alten Haustierrasse und an der Fruchtbarkeit der Tiere. Der Einsatz von Deckbullen ist bei den Öko-Betrieben stärker verbreitet wie bei den konventionellen.
Das Exterieur von Kühen beeinflusst deren Nutzungsdauer maßgeblich und ist damit ein wichtiges Kriterium für die Zucht des Schwarzbunten Niederungsrindes. Die lineare Exteri-eurbeschreibung stellt ein relativ objektives Verfahren zur Erfassung des Exterieurs dar. Als Vorlage hierfür diente die lineare Exterieurbeschreibung, welche auch in der Deutschen Holsteinsteinzucht angewandt wird. Unterschiedliche Zuchtziele führten vor allem hinsichtlich der Bewertung zu Abweichungen. Die Kuheinstufung wurde für 504 Rinder von Dr. Wittenberg durchgeführt. Aus den Merk-malskomplexen "Typ", "Körper", "Fundament" und "Euter" entstand eine gewichtete Ge-samtnote. Kühe ab einer Gesamtnote von 85 sind dem Anhang auf S. 100 zu entnehmen.
Die Verteilung der bewertenden Schwarzbunten Niederungsrinder auf einzelne Betriebe lässt eine Konzentrierung auf wenige Betriebe erkennen. Fast ein Drittel aller Rinder befindet sich auf nur drei Betrieben, wodurch die Bedrohung der Rasse erkennbar wird. Bei der Kuheinstufung wurde unter anderen auch das Alter registriert. Dabei schneiden die Schwarzbunten Niederungsrinder mit durchschnittlich 5,3 Jahren älter ab als die Deut-schen Holsteins mit 4,7 Jahren. Bei einer Beschreibung von mindestens 5 Töchtern wurde eine Charakterisierung der Bullen vorgenommen. Die Berechnungen fanden mit dem Programm LSMLMW and MIXMDL von Walter R. HARVEY (1990) statt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um offizielle Nach-zuchtbewertungen, da durch die geringe Nachkommenzahl und der damit verbundenen Erfassung von Kühen verschiedener Laktationsstadien keine unmittelbaren Vergleiche zulässig sind. Um dennoch Aussagen treffen zu können, wurden weitere Informationen für jeden Bullen angegeben, die erst in ihrer Gesamtheit interpretierbar sind. Die Charakterisierungen befinden sich im Anhang auf S. 100. Weiterhin wurden Untersuchungen be
Ergebnis (engl.): Operative conditions of animal breeders were determined with the help of farm-interviews. 30 standardized questionnaires could be analysed. There from 66% described their farm as a feedproductionfarm, 31% as a mixed farm. The average farm size was 88 ha; two-thirds of the farms ruled over 40 to 80 ha; 55% of the arable land were grassland. 40% of the farms were organic farms, significantly more often mixed – rarely feed production – having less grassland and more acre-feed production. Also they were definitely larger-scaled regarding their average land-setting. Altogether, the 30 farms keep 1.257 cows; out of them are 450 (36%) “Schwarzbuntes Niederungsrind”. Nearly two-thirds of all farms keep in between 21 to 40 cows; we find 50% of all cows in this size-range. 43% of all “Schwarzbuntes Niederungsrind” are kept by only 6 farms. Most of the farms have a milk yield of 17 to 21 kg milk per milking-day. The organic farms, where almost every second cow is an Old German Frisian Cow (47%), had a milk yield of 700 kg per year less than the average. While on 17 farms the cows are tied, on 10 in loose housing. Feeding by hand dominates. 9 farms use mobile feeder. Except one farm all cows are pasturing during the summer (16 farms with whole-day grazing). Only a few farms are able to get an additional charge selling slaughter cattle and calves. Two-thirds of the farms started breeding or crossing “Schwarzbuntes Niederungsrind” in only after 1989. With the exception of one farm, however, all organic farms started breeding Old German Frisian Cattle only recently. The interest in breeding this old race is primarily motivated by “productive length” and “health”; maintaining an old domestic animal breed and the animal`s fertility is only of second interest. A running service is more often found in organic farms than in conventionell farms. The external appearance has a significant influence on the productive length and therefore it is an important criterion for breeding the “Schwarzbuntes Niederungsrind”. The linear describtion of the external appearance shows a relatively objective method for covering the Exterieur. For that the linear exterieur judgement used in German Frisian breed was helpful. Different breeding targets resulted of variations, especially when considering the assessment. The grading of 504 cows were done by Dr. Wittenberg. Out of the character complexes “type”, “body”, “foundation” and “udder” a weighted overall score developed. Cows over an overall score of 85 can be found in the attachment on page 100. The distribution of assessed cows on certain farms indicates a concentration on few farms. Almost one third of all cows lives on only three farms, evidencing the threat of this breed. During the grading of the cows the age was registered, too. On average, the “Schwarzbuntes Niederungsrind” seemed to be with 5,3 years older than the German Holstein with 4,7 years. A bull was characterized by a describtion of five daughters. The calculations were done by the programmes LSMLMW and MIXMDL by Walter R. Harvey (1990). Since the low progeny and the connected detection of different lactation stages do not allow instantaneous comparison the assessment of filial generation in this connection is not official. In order to be able to make a statement, however, more informations for each bull were collected which can only be interpreted in totality. The characterisations can be found on page 100. Furthermore, research was carried out involving the influence of certain parts of alien genes because by reason of low progeny even “Schwarzbuntes Niederungsrind” with a large fraction of alien genes require consideration. Therefore, it is necessary to hint at the interpretation of bull-characters that cows with HF-part of 10 to 30% came off best. This happened because of the strong influence on milk yield in the HF-part. With the help of the programm OPTI-MATE a pedigree were printed of
Laufzeit: Beginn: 01.10.2002 / Ende: 15.12.2003
Ausf. Einrichtung: Fachgebiet Landnutzung und Landschaftsplanung Universität Kassel, Witzenhausen
Förderprogramme: Bundesprogramm ökologischer Landbau
Stichpunkte: skizze_rili; antrag_rili; wiederkäuer; rinder; rassen; haustiergenetik; schwarzbuntes niederungsrind; Tierzucht, Tierzucht
Förderkennzeichen: 2802OE475
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"Kleegras und Grünland"

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